Kurz und knapp
7. April 2026

Foto: UHH/Vogiatzis
Neue „Vorlesung für alle“ als Video: Wie schützen wir uns vor neu auftretenden Infektionserregern? +++ Gipsabguss-Sammlung: Am 12. April starten wieder die Sonntagsführungen +++ Projektabschluss: Öffentliche Buchvorstellung „Doing Freedom. Freiheit an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft“ +++ Behördenübergreifendes Krisenmanagement bei Biogefahren: Erste Übungsstufe erfolgreich absolviert +++ Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert Forschungsgruppe SOMACROSS +++
Neue „Vorlesung für alle“ als Video: Wie schützen wir uns vor neu auftretenden Infektionserregern?
7. April. Viren sind winzig und können doch die Welt verändern, zum Beispiel wenn sie mutieren, auf neue Wirte überspringen und sich rasant ausbreiten. Damit haben sie Medizin und Gesellschaft immer wieder vor große Herausforderungen gestellt und werden es auch weiterhin tun. In ihrer „Vorlesung für alle“ in der Hafenbühne erklärte Ärztin und Wissenschaftlerin Prof. Marylyn Addo, wie vielfältig Viren sind, welche Krankheiten sie auslösen können und wie wir uns vor ihnen schützen können. Sie gab den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick, wie Forschende in Hamburg und weltweit zusammenarbeiten, um gefährliche Viren besser zu verstehen und wie dieses Wissen hilft, uns auf zukünftige Ausbrüche besser vorzubereiten. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist jetzt online verfügbar (YouTube). Die Reihe „Vorlesung für alle“ wird durch die Joachim Herz Stiftung und im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert.
+++
Gipsabguss-Sammlung: Am 12. April starten wieder die Sonntagsführungen
2. April. Gipsabgüsse nach antiken Vorbildern sind fester Bestandteil der archäologischen Forschung. Die Sammlung des Instituts für Archäologie und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraumes der Universität Hamburg ist mehr als 150 Jahre alt und umfasst derzeit etwa 180 Gipsabgüsse antiker Skulpturen, Reliefs, Portraits und Terrakotten. Ab dem 12. April 2026 haben Interessierte wieder sonntags die Möglichkeit, diesen besonderen Ort zu besuchen. Von April bis Juni bieten Studierende kostenlose Führungen zu verschiedenen Themen an. Los geht es am 12. April mit „Schmuck der antiken Welt“, danach folgen unter anderem Führungen zu den archaischen Weihgeschenken auf der Athener Akropolis, zu Geschichten von Göttinnen und mythischen Frauen und zur Altersdarstellung in der Antike. Die geführten Rundgänge finden immer um 11 Uhr statt (Grindelallee 34, Hintereingang) und können ohne Voranmeldung besucht werden. Zudem ist die Gipsabguss-Sammlung am 15. April, 20. Mai, 17. Juni und 15. Juli zwischen 16 und 18 Uhr für Besuche geöffnet. Weitere Informationen zum Programm und zur Sammlung finden sich auf der Institutsseite.
+++
Projektabschluss: Öffentliche Buchvorstellung „Doing Freedom. Freiheit an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft“
1. April. Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2024 wurde im Arbeitsbereich Public History der Uni Hamburg das Projekt „Im Namen der Freiheit“ durchgeführt. Am 13. April 2026 (19.30 Uhr) wird der abschließende Dokumentationsband „Doing Freedom. Freiheit an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft“ im Nachtasyl vorgestellt. Er vereint Berichte, Reflexionen und Diskussionen, wie Freiheit heute gemeinsam neu gedacht, gestaltet und gelebt werden kann. Bei der Buchvorstellung, die in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg stattfindet, diskutieren die Projektverantwortlichen mit Gästen aus Kultur und Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem auch der Austausch mit dem Publikum. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen zur Buchpräsentation gibt es auf der Veranstaltungsseite beim Nachtasyl.
+++
Behördenübergreifendes Krisenmanagement bei Biogefahren: Erste Übungsstufe erfolgreich absolviert
1. April. Mehr als 40 Fachkräfte aus verschiedenen Behörden und Organisationen haben am 26. März 2026 die erste Übungsstufe im Projekt „Einsatzführung und Lagebewältigung bei Biogefahren-Ereignissen“ (ELBE) durchgeführt. Anhand eines fiktiven Szenarios mit Ausbreitung einer hochansteckenden Krankheit in der Hansestadt wurden im Rahmen einer sogenannten Planbesprechung Meldewege und Einsatzkonzepte überprüft. Im Projekt „ELBE“ erforschen die Feuerwehr Hamburg, das städtische Institut für Hygiene und Umwelt sowie das Fachamt Gesundheit des Bezirks Altona gemeinsam mit der Universität Hamburg und weiteren assoziierten Partnern, wie die Zusammenarbeit bei außergewöhnlichen biologischen Ereignissen verbessert werden kann. An der ersten Übungsstufe nahmen zudem die Sozialbehörde Hamburg, die Polizei Hamburg, das Robert Koch-Institut sowie das Technische Hilfswerk teil. Die Evaluation der Übung, insbesondere zur behördenübergreifenden Zusammenarbeit, wird nun in die Anpassung der jeweiligen Krisenmanagementkonzepte einfließen. Während bei dieser Übung alle Beteiligten noch gemeinsam an einem großen Besprechungstisch saßen, werden sie in der nächsten Übungsstufe räumlich voneinander getrennte Krisenstäbe aufbauen und deren koordiniertes Zusammenwirken üben. Das Projekt „ELBE“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Weitere Informationen gibt es auf der Projektwebseite.
+++
Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert Forschungsgruppe SOMACROSS
27. März. Es kommt häufig vor, dass bei verschiedenen Erkrankungen akut entstandene Körperbeschwerden wie Müdigkeit, Juckreiz oder gastrointestinale Beschwerden chronisch werden. Das bedeutet einen hohen Leidensdruck für die Patientinnen und Patienten. Welche Mechanismen dazu führen, dass diese körperlichen Symptome chronisch werden, und welche Risken ihre Entstehung begünstigen, untersucht die Forschungsgruppe SOMACROSS (Persistent Somatic Symptoms acroos Diseases: From Risk Factors to Modification) unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Löwe, Professor für Innere Medizin und Psychosomatik an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg und am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dieses Forschungsvorhaben, das 2021 gestartet ist und eines der tragenden Projekte des universitären Forschungsschwerpunktes „Inflammation, Infektion und Immunität“ ist, nun für eine weitere Förderperiode verlängert. DFG-Forschungsgruppen ermöglichen es Forschenden, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und werden bis zu acht Jahre lang gefördert.
+++

